Die Marktgemeinde Lunz am See befindet sich im Bezirk Scheibbs im Bundesland Niederösterreich. Lunz am See hat über 2.000 Einwohner und liegt im Alpenvorland im niederösterreichischen Mostviertel auf einer Höhe von 601 Meter über dem Meer. Sie besitzt eine Fläche von über 100 km², von denen mehr als 80 Prozent bewaldet ist. Die reizvolle Landschaft bietet Ruhensuchenden und Aktivurlaubern hervorragende Bedingungen für einen erholsamen Aufenthalt.
Aus der Chronik von Lunz am See
Die Gegend um Lunz am See war schon in der Jungsteinzeit besiedelt. In späteren Jahrhunderten kamen die Illyrer, die Kelten und später die Römer, Awaren und Slawen in die Region. Lunz am See wurde im Jahre 1203 als „Liunze in Montanis“ erstmals urkundlich erwähnt.
Im 14. Jahrhundert entstanden in Lunz am See die ersten Hammerwerke welche das Schmieden automatisierten. Im Mittelalter wurde Lunz am See von Angriffen der Türken sowie Pestepidemien heimgesucht. Das 17. und 18. Jahrhundert brachte die Folgen der Napoleonischen Kriege und Übergriffe der Churbaiern mit sich.
Im 19. Jahrhundert brachen friedlichere Zeiten in Lunz am See an und es begann die Industrialisierung. Im Jahre 1832 wurde das erste Eisenwalzwerk errichtet und später wurde der Ort an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Diese Schmalspurbahn ist noch heute in Betrieb.
Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele in Lunz am See
Eine sakrale Sehenswürdigkeit von Lunz am See ist die barocke Pfarrkirche. Sie wurde im 15. Jahrhundert in gotischem Stil erbaut und im 18. Jahrhundert barockisiert. Der zweischiffige Bau ist den „Heiligen Drei Königen“ geweiht und wurde in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts teilweise in eine gotische Form gebracht. Neben vielen wertvollen Kunstgegenständen ist die Statue „Maria im goldenen Sessel“, die aus dem 15. Jahrhundert stammt, besonders zu erwähnen.
Weitere interessante Bauwerke von Lunz am See sind die Sankt Johannesbrücke und die Töpperbrücke, die beide interessante architektonische Konstruktionen darstellen. Das Hammerherrenmuseum befindet sich im Amonhaus, welches aus dem 16. Jahrhundert stammt. Neben einem Schaustollen und einer Gesteinssammlung kann man eine Rauchküche sowie Alltagsgegenstände aus der Zeit der Errichtung des Amonhauses besichtigen. Im Amonhaus befindet sich auch das Handarbeitsmuseum.
Aufgrund der reizvollen Landschaft ist eine Fahrt mit der nostalgischen Schmalspurbahn „Ötscherland Express“ zu empfehlen. Die Fahrt dauert rund eine Stunde und führt mit seinen alten Waggons durch die Berglandschaft rund um Lunz am See. Sehenswert sind auch die vielen Dichternarzissen, die in Lunz am See wieder angepflanzt worden sind und ein wahres Blütenmeer darstellen.
Freizeit und Tourismus in Lunz am See
Die abwechslungsreiche und reizvolle Landschaft um Lunz am See bietet ideale Bedingungen zum Wandern in Niederösterreich. Zahlreiche markierte Wanderwege führen etwa auf den Dürrenstein oder den nahegelegenen Ötscher. Darüber hinaus gibt es in Lunz am See verschiedene Mountainbikestrecken und Radwege. Für Abkühlung und Badespaß an heißen Sommertagen sorgt der Lunzer See, der darüber hinaus auch für Angelfreunde ein reiches Fischvorkommen bietet.
Im Winter sorgen der Helmel Lift und das Skigebiet Lunz am See Maiszinken für wunderbare Bedingungen für Wintersportbegeisterte. Sowohl für Skifahrer als auch Snowboarder bieten diese Skigebiete viel Spaß im Schnee für die ganze Familie. Langläufer können auf der rund 6 Kilometer langen Sonnenalmloipe die wunderbare Landschaft um Lunz am See genießen und Eisläufer finden sowohl auf dem Eislaufplatz als auch auf dem zugefrorenen Lunzer See genügend Eislaufmöglichkeiten.
Siehe auch:
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