Payerbach ist eine Marktgemeinde auf 483 Metern Seehöhe im Bezirk Neunkirchen im Bundesland Niederösterreich. Die Marktgemeinde Payerbach hat etwa 2.400 Einwohner und liegt im Industrieviertel. Die Gesamtfläche von Payerbach beträgt 17,7 Quadratkilometer, wovon annähernd 56 Prozent bewaldet sind. Payerbach besteht aus 5 Katastralgemeinden und 4 Ortschaften, darunter Küb, kreuzberg und Geyerhof.
Aus der Geschichte von Payerbach:
Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum. Im österreichischen Kernland Nied...
...erösterreich liegend teilte der Ort die wechselvolle Geschichte Österreichs. Im Jahre 1848 entstand durch die Märzverfassung die Großgemeinde Reichenau, ein Zusammenschluss der beiden Gemeinden Payerbach und Reichenau. Regiert wurde die Großgemeinde von zwei Bürgermeistern, jeweils einer aus Reichenau, der Andere aus Payerbach.
In den folgenden Jahrzehnten siedelten sich zunehmend Adelige in der Region an, was ebenfalls zu einer touristischen Erschließung führte. Zahlreiche Villen wurden erbaut, und die Sommerfrische hielt Einzug in die Region. Im Jahr 1908, am 25. Juni wurde die Großgemeinde per Gesetz wieder getrennt, und Payerbach wurde wieder eine eigenständige Gemeinde mit fünf Katastralgemeinden.
Sehenswürdigkeiten in Payerbach:
Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes zählt die gotische Wehrkirche. Sie wurde im 12. Jahrhundert als romantische, einschiffige, vermutlich flachgedeckte Kirche mit Ostapsis errichtet. Geweiht ist sie dem heiligen jakobus dem Älteren. Von diesem romanischen Bau sind noch die Westmauer und die Nordmauer sowie Freskenreste aus der zeit um 1180 erhalten. Um 1510 wurde der spätgotische Turm erbaut, welcher im Volksmund als "Schwarzer Turm" bekannt ist. Im Jahre 1525 wurde der Umbau zur zweischiffigen Hallenkirche vorgenommen. In den folgenden Jahrhunderten wurden mehrmals Zubauten vorgenommen.
Die Johanneskapelle liegt am alten Wallfahrtsweg nach Maria-Zell. 1732 wurde eine Barockfigur des heiligen Johannes Nepomuk auf den Sockel aufgestellt, welche heute von kleineren Barockfiguren vom heiligen Rochus und Sebastian, die als Schutzheilige gegen die Pest angerufen und erst später hinzugefügt wurden. Die Kapelle besitzt ein Rokoko-Abschlussgitter aus Schmiedeeisen mit Maria-Monogrammen. Das Äußere der Kapelle wurde jedoch im 19. Jahrhundert umgestaltet.
Das Türkenkreuz ist ein Wegkreuz und wurde im Mittelalter als Kreuz am Laa, das heißt Sumpf, bezeichnet. Im 16. Jahrhundert mussten streitsüchtige Frauen zur Strafe von der "Schraiseuln" am Ortsplatz bis hierher und wieder zurück abwechselnd den "Pachstein" (Zankstein) tragen. Der Sage nach wurden hier die Türken 1529 geblendet.
Freizeitangebote in Payerbach:
In Payerbach steht den Wanderern und Radfahrern ein weitverzweigtes Netz an Wanderwegen und Radrouten zur Verfügung. Auch Tennisplätze und Sportanlagen warten auf Sportler. Ein Freibad sorgt für die nötige Abkühlung im Sommer.
Siehe auch:
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