St. Kanzian ist eine Gemeinde im Bezirk Völkermarkt im Bundesland Kärnten. Es liegt im Jauntal und gliedert sich in die sieben Katastralgemeinden Grabelsdorf, Lauchenholz, St. Kanzian, St. Marxen, St. Veit im Jauntal, Srejach und Stein. In St. Kanzian leben rund 4.300 Einwohner auf einer Fläche von 41 km². Zum Gemeindegebiet gehören der Klopeiner See, der Turnersee, der Kleinsee und der Georgiberg.
Aus der Geschichte von St. Kanzian am Klopeiner See:
Funde deuten auf eine erste Besiedlung des Gebietes in der Urnenfelderkultur, um 900 bis 730 v. Chr., und in der Hallstattkultur, um 730 bis 300 v. Chr., hin. Ob es sich dabei um die damalige Hauptstadt des Noricums, Noreia, handelte, ist nicht gesichert. Die Pfarrkirche von St. Kanzian wurde im 12. Jahrhundert oder früher errichtet. Sie ist den Geschwistern Kanzius, Kanzian und Kanzianilla geweiht, die 290 n. Chr. den Märtyrertod in Aquileia starben.
St. Kanzian wurde 1866 eine selbständige Gemeinde und vergrößerte sich noch durch die Eingemeindung weiterer Ortschaften. Mit Ende des 19. Jahrhunderts erwachte der Tourismus in der Region, der Klopeinersee, einer der wärmsten Badeseen in Österreich, bildet dabei den unumstrittenen Mittelpunkt. Heute zählt St. Kanzian zu den führenden Tourismusgebieten in Österreich und gilt auch als Ausgangspunkt für eine Bergtour auf den Hochobir.
Sehenswertes in St. Kanzian:
Auf der Gracarca, ein Mittelgebirgsstock am Südufer des Klopeiner Sees, befindet sich das Keltenmuseum mit Siedlungs- und Grabfunden der Kupferzeit, der Hallstattzeit, der keltischen und römischen Epoche sowie des Mittelalters.
Die Pfarrkirche St. Kanzian ist ursprünglich eine romanische Chorturmkirche mit spätgotischem Polygonalchor und Wehrobergeschoss. Im 19. Jahrhundert kam das frühhistorische Langhaus dazu.
1238 wurde die Pfarrkirche Hl. Laurentius erstmals erwähnt. Sie war Teil der mittelalterlichen Burganlage aus dem 12. Jahrhundert von der heute nur noch ein Teil der ehemaligen Wehrbauten erhalten ist.
Der „Große Hildegardstock“ ist ein Bildstock und wurde zu Ehren der Gräfin Hildegard von Stein, eine Volksheilige des Jauntals, errichtet.
Der Kreuzweg in Stein im Jauntal wurde von Künstlern aus dem Umland gestaltet und so vor dem Verfall gerettet.
Erlebenswertes in St. Kanzian:
Auf der Gracarca mit dem Dreiseenblick im Westen und dem Georgieberg im Osten lädt der Kulturwanderweg ein, auf den Spuren der alten Kelten und Römern zu wandern.
St. Kanzian ist aber auch ein Paradies für Wasserratten, Mountainbiker, Fischer, Nordic Walker oder Läufer und überzeugt durch seine traumhafte Naturlandschaft. Die Region lebt vor allem vom und für den Tourismus.
Siehe auch:
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