Die Marktgemeinde Eberau liegt auf einer Seehöhe von 215 Metern im Südburgenland. Mit einer Gemeindefläche von 31 Quadratkilometern umfasst das Gemeindegebiet die Orte Eberau, Gass, kroatisch Ehrensdorf, Kulm im Burgenland und Winten. Zum Bezirk Güssing gehört Eberau mit 1.000 Einwohnern. Bis 1919 gehörte Eberau zu Ungarn. Danach wurde es Österreich zugesprochen und in das neue gegründete Bundesland Burgenland 1921 eingegliedert.
Auszug aus der Ortschronik von Eberau:
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Eberau, mit dem ungarischen Namen Monyorokerek was soviel wie Haselrund bedeutet, im Jahr 1221. Um das Jahr 1400 errichtete das Familiengeschlecht der Ellerbacher ein Wasserschloss mit Wehranlage und 1465 unterschrieb Berthold II Ellerbacher einen Brief als Herr von Eberau, dies ist die erste urkundliche Erwähnung des deutschen Namens. Ende des 15. Jahrhunderts kam das Wasserschloss in den Besitz der Familie Erdödy, diese tauschten es gegen den Besitz der Familie des Grafen Zrinyi in Kroatien. Bis 1613 blieb das Schloss im Besitz der Familie Zrinyi und kam dann wieder in die Herrschaft der Familie Erdödy die es noch heute nutzen.
Im Jahr 1615 erhält Eberau das Marktrecht und wird in einer Urkunde bereits als Stadt bezeichnet. Der Bürgermeister übernimmt die Stelle des Stadtrichters. Eberau wird als „oppidum“( bezeichnet eine bedeutende, befestigte Siedlung) genannt was zu einer Entwicklung als Wirtschaftsstandort führt.
Nach dem Zusammenschluss der Gemeinden zur Großgemeinde Eberau im Jahr 1971 trennten sich im Jahr 1993 die Orteile Oberbildein und Unterbildein von der Großgemeinde und wurden die Eigenständige Gemeinde Bildein.
Sehenswertes in Eberau:
Die Wallfahrtskirche Maria Weinberg wurde bereits um das Jahr 1155 erbaut. Diese Jahreszahl bezieht sich auf den älteren gotischen Teil der Kirche. Viele Votivgaben zeugen noch heute von der Volksfrömmigkeit der Bevölkerung. Kleine Wachsfiguren zum Beispiel, brachten die Leute zu Ehren der Gottesmutter oder zur Linderung ihrer Gebrechen als Spende dar.
Die Bergkapelle in Wintern wurde im Jahr 1724 erbaut. Jährlich am Pfingstmontag findet eine Prozession zur Bergkapelle statt, um die Bergweihe zu begehen. Ursprünglich war die Kapelle der Heiligen Maria geweiht.
Der Glockenturm von Kulm oder die Filialkirche Sankt Anna in Gaas erzählen ihre Geschichte der Vergangenheit und laden zu einem Besuch ein.
Der Naturpark Weinidylle bietet einiges rund um das Thema Wein sowie eine große Flora und Fauna mit seltenen Blumen und Tieren. Der Naturpark erstreckt sich über die Bezirke Güssing und Oberwart mit seinen Orten. Zahlreiche kunsthistorische und naturräumliche Besonderheiten warten im Naturpark auf den Besucher. Gehen Sie auf Entdeckungsreise und erleben sie allerhand Überraschungen.
Siehe auch:
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