Stellenabbau bei Procter & Gamble
Teure Rohstoffe und Abschreibungen aufs Wella-Friseurgeschäft haben den Gewinn von Procter & Gamble nahezu halbiert. Der weltgrößte Konsumgüterkonzern verdiente im zweiten Quartal 1,7 Mrd. Dollar nach 3,3 Mrd. Dollar im gleichen Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr kappte der Konzern am Freitag wegen der Dollar-Stärke zudem seine Gewinnprognose. Zudem sollen 1600 Stellen wegfallen.
Ohne Sonderbelastungen fiel der Kerngewinn je Aktie um drei Prozent auf 1,10 Dollar, was leicht über den Erwartungen lag. Der Umsatz stieg um vier Prozent auf rund 22 Mrd. Dollar. Umsatzwachstum und Kostensenkungen hätten den prozentual zweistelligen Anstieg der Rohstoffpreise nicht wettgemacht, erklärte P&G. Zudem habe der harte Wettbewerb Tribut gefordert. Preisbewusste Kunden hätten die Verteuerung bestimmter Produkte nicht akzeptiert. P&G wollte im Gegensatz zu einigen Rivalen wie Unilever höhere Kosten an die Verbraucher weiterreichen.
Eine milliardenschwere Abschreibung auf das schwächelnde Friseurgeschäft belastete ebenfalls die Bilanz. Seit 2003 gehört das Darmstädter Haarpflegeunternehmen Wella zu Procter & Gamble.
Für das Gesamtjahr zeigte sich P&G pessimistisch und senkte seine Gewinnprognose auf 4,00 bis 4,10 Dollar von zuvor 4,15 bis 4,33 Dollar.
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