Chakrenwanderung im Böhmerwald
News vom Dienstag, 21. Juli 2009
Wandern hat durchaus etwas Meditatives. Eine spezielle Form dieser Bewusstseinsentwicklung wird dem Wandermütige im Böhmerwald angeboten: Eine "Chakrenwanderung" mit speziellen Übungen an mythischen Kraftplätzen hin zum sogenannten Bärnstein tief in den Wäldern soll Besuchern eine Auszeit vom Alltag bieten, erklärt die Wellnesstherapeutin Karin Groiss.
Chakren werden die sieben Energiezentren im Körper genannt, sie sollen bei dieser speziellen Wanderung angesprochen werden. Ausgangspunkt bildet der Bärnsteinhof im oberösterreichischen Aigen-Schlägl: Das Hotel, in dem der letzte in der Region geschossene Braunbär steht, soll das erste Energiezentrum, das Wurzelchakra, repräsentieren. "Hier entwickelt sich das Urvertrauen des Menschen", berichtet Groiss. "Schließen wir die Augen und besinnen wir uns auf unsere Wurzeln."
Später im Wald gelangt man an die Michaelsquelle, die das Sakralchakra darstellt. Die Quelle liegt neben einem Kultplatz, wo sich in längst vergangenen Zeiten Hexen getroffen und ihre Mächte erprobt haben sollen. "Das Sakralchakra steht für Kreativität, das Erkennen der eigenen Wünsche. Es hat auch viel mit Annehmen- und Loslassen-Können zu tun."
Die Räuberhöhle, eine abgeflachte Felsenformation, ist die nächste Station und steht für das Solarplexuschakra, das für die Entwicklung des Ichs zuständig ist. "Es liefert gute Energie, Selbstbewusstsein. Lehnt euch an einem Baum, spürt, wie groß er ist und wie mächtig. Schaut, wie man selbst so stark werden kann, wie man seine Mitte findet", rät Groiss.
Das Herzchakra findet sich beim sogenannten Liebesfelsen. Hier soll sich vor tausenden von Jahren eine Jungfrau in den Tod gestürzt haben, weil sie nicht mit ihrem Liebsten zusammen sein konnte. Das Herzchakra steht für die Liebe: "Die zwischenmenschliche, aber auch für die Liebe zur Natur, zu uns selbst - zu allem, was ist", so Groiss. Innehalten soll man hier.
Die nächste Station ist der "Hochbuchetfelsen", ein Felsvorsprung, auf dem sich der Besucher dem Gefühl des Schwebens hingeben kann. Der Felsen entspricht dem Halschakra. Hier lädt Groiss zur Atemmeditation: "Mit 'So' einatmen, mit 'Ham' ausatmen. 'So-Ham' ist das Urgeräusch des Atmens. Atmet auf diese Weise ganz bewusst ganz tief Lebenslust ein."
Eine Lichtung bildet das Stirnchakra, das für das "Dritte Auge" steht. "Es steht für Hellsichtigkeit - wie feinfühlig kann ich selbst sehen?", erklärt Groiss. Ein Bach rauscht, Tautropfen glänzen im Gras, Vögel zwitschern: "Macht einen Rundumblick mit allen Sinnen und schließt dann die Augen. Versucht, euch die Umgebung vor das innere Auge zu wieder zu holen."
Schließlich erreicht man die letzte Station, den Bärnstein, eine große Anhäufung von Steinen. Stufen, in die Felsen gehauen, führen hinauf zum Gipfel, wo man den Blick über Landesgrenzen hinweg schweifen lassen kann. "Das Kronenchakra steht für Erleuchtung, Erkenntnis, die Verbindung zum Göttlichen", sagt Groiss. "Hier sollen wir uns bewusst werden, dass wir ein Teil des Ganzen sind, verbunden mit dem Universum." Stille, man hält inne. Die Erleuchtung ereilt einem vielleicht nicht, aber zumindest ein bisschen zufriedener steigt man wieder ab.
INFO: http://www.lifetower.net/, http://www.baernsteinhof.at zurück
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