Bloß nicht verstecken: Styling für große Größen

News vom Dienstag, 9. Juni 2009
"Da hast nicht die Figur für", hören Frauen mit größeren Größen mitunter von ihren Freundinnen. Denn was an der Schaufensterpuppe in Kleidergröße 34 top aussieht, macht in 42 oder 44 einen ganz anderen Eindruck. Mit den richtigen Styling-Tipps sind aber auch weibliche Formen kein Problem. Der wichtigste lautet: Auch Frauen mit Rundungen sollten sich bloß nicht verstecken.

"Da hast nicht die Figur für", hören Frauen mit größeren Größen mitunter von ihren Freundinnen. Denn was an der Schaufensterpuppe in Kleidergröße 34 top aussieht, macht in 42 oder 44 einen ganz anderen Eindruck. Mit den richtigen Styling-Tipps sind aber auch weibliche Formen kein Problem. Der wichtigste lautet: Auch Frauen mit Rundungen sollten sich bloß nicht verstecken.

"Sie haben Busen, Taille, Po. Zeigen Sie das - dadurch werden Sie doch erst zur Frau", sagt Georg Stiels, Image Consultant aus München. Er berät unter anderem Frauen mit kräftigen Proportionen als Personal Shopper. "Mir ist ganz wichtig: Große Größen sollten kein Schlabber-Look sein." Vielmehr sollten auch Damen mit üppigeren Formen enge Sachen tragen. Voraussetzung für ein gutes Styling ist, dass der Stoff an der richtigen Stelle eng sitzt. Gut seien grundsätzlich elastische, leichte Stoffe, die nicht auftragen.

LÄNGEN: Sie sind für Frauen mit großen Größen besonders wichtig. "Wenn zum Beispiel die Bluse zu lang ist, wirkt es schnell gedrungen", erläutert die Einkaufsbegleiterin Simone Piskol aus Dresden. Sie rät ihren Kundinnen immer: "Die Spitze des Mittelfingers sollte mit herabhängenden Armen den Abschluss des Oberteils erfühlen können." Zu kurz dürfen die Oberteile aber auch nicht sein. Bauchfreie Topps zur Hüfthose - im Sommer immer wieder zu sehen - seien für Molligere ein No-Go. Stiels rät unbedingt zu Oberteilen, die über die Hüfte gehen.

DEKOLLETÉ: Damit sollten Frauen selbstbewusst umgehen. V-Ausschnitte seien besser als runde, sagt Stiels - nur zu weit dürften sie nicht sein. Alles, was den Blick nach oben lenkt, sei für das Styling ohnehin von Vorteil. "Molligere sollten zum Beispiel auf das Gesicht lenken: Schöne Tücher, ein tolles Make-up oder eine tolle Frisur können ein Hingucker sein", rät Piskol. Häufig brächten weiblichere Frauen einen kurzen Hals mit. "Keine langen Haare", warnt die Expertin daher, "kurze lassen den Hals länger aussehen".

Ilona Dörr-Wälde von der Typ Akademie in Limburg empfiehlt außerdem eine interessante Brille. Und sie rät ab von Gürteln mit runden oder fantasiereichen Schnallen, die den Blick auf die Mitte lenken. Solche Problemzonen lassen sich kaschieren - zum Beispiel mit einem um die Hüfte gebundenen Pulli.

FARBEN: Um Rundungen zu verdecken, verstecken sich viele Frauen mit größeren Größen in dunklen Klamotten. Dunkle Farben seien zum Kaschieren in der Tat von Vorteil - gut sei aber auch, sich farbig zu "erden", empfiehlt Stiels: "Also unten schlicht und dunkel, oben eine farbige oder gemusterte Bluse. Oben können die Schnitte, die Farben, die Muster, die Accessoires stattfinden."

"Dunkle Kleidung macht schlank, denn sie lässt den Betrachter über die Partien hinweg gucken, glänzende Materialien heben bestimmte Partien hervor", erklärt Piskol. Entsprechend sollten sie eingesetzt werden.

KLEIDUNGSSTÜCKE: "Trapezröcke sehen leider wirklich furchtbar aus, wenn ich nicht die richtige Figur dafür habe", sagt Stiels. Frauen mit starken Waden sollten außerdem auf Dreiviertelhosen verzichten. Der Experte rät zu gerade geschnittenen Hosen - ein No-Go seien Hosen mit Schlag: "Wenn die Hose unten auseinandergeht, nimmt sie die Proportionen noch mit auf - normal sollte eine Hose nach unten schmaler sein." Kleider sind laut Stiels grundsätzlich gut, gerade Hemdblusenkleider.Sie sollten aber nicht unbedingt bodenlang sein, rät Piskol, dann wirke der Körper kürzer. Sie hält "eher enge" Röcken in der V-Form für sinnvoll: "Sonst sehen Sie aus wie ein Kasten." Und sie fügt hinzu: "Leggins sind nix."

SCHUHE: Sie können unbequem oder sogar anstrengend zu tragen sein - aber hohe Schuhe sollten auch für Frauen mit kräftigerem Körperbau die erste Wahl sein. "Nicht High-Heels, sondern normale Pumps mit fünf oder sechs Zentimetern Höhe", erläutert Piskol. "Man geht einfach aufrechter - und das streckt die ganze Erscheinung." zurück

© APA
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