News vom Donnerstag, 5. Juli 2012

Anleihezinsen Spaniens und Italiens steigen weiter

Die spanischen und italienischen Anleihezinsen stiegen im Laufe des Donnerstag weiter an. Spanische Renditen auf 10-Jahresanleihen gingen gegenüber dem Vortag von 6,2 Prozent auf 6,541 Prozent in die Höhe. Italienische Zinsen kletterten im gleichen Zeitraum von 5,62 auf nunmehr 5,823 Prozent.

Damit haben die spanischen Renditen nach einem Rückgang in den letzten Tagen sogar einen höheren Wert als vor dem EU-Gipfel Ende vergangener Woche erreicht. Damals lagen die Zinsen bei 6,51 Prozent. Die italienischen näherten sich dem vergangenen Freitag-Wert von 5,889 Prozent auch schon fast wieder an.

Nach dem EU-Gipfel der 27 Staats- und Regierungschefs hatte es ein kurzfristiges Aufatmen für die beiden Euro-Länder gegeben. Aus Sorge vor einem Auseinanderbrechen der Euro-Zone kam die Währungsunion den beiden großen Volkswirtschaften Italien und Spanien entgegen. Sie lockerte ihre Bedingungen für Hilfen, öffnete die Tür für direkte Bankenzuschüsse aus ihrem Rettungsfonds ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus) und geht mit einer zentralen Bankenaufsicht unter der Führung der Europäischen Zentralbank (EZB) einen ersten Schritt zu einer Bankenunion.

Die EU-Finanzminister und zuvor die Eurogruppe kommenden Montag sollen die Gipfelbeschlüsse umsetzen. Aufgrund der anhaltenden Probleme in der Eurozone müssen die Euro-Finanzminister vermutlich aber noch im Lauf des Juli in einer Sondersitzung über die Lage von Spanien, Zypern und Griechenland beraten. Ein möglicher Termin für ein solches Treffen oder zumindest eine Telefonkonferenz der Eurogruppe vor der Sommerpause könnte der 20. Juli sein, hieß es in Ratskreisen.

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© APA
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