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Donnerstag, 02. September 2010 | 23:29

Aloe Vera stillt den Durst der Haut


Aloe Vera stillt den Durst der HautMo, 31.03.2008 um 14:42

Aloe Vera stillt den Durst der Haut

Strapaziöse "Angriffe" - viel Sonne, Salz- oder Chlorwasser - machen aus der Haut jetzt eine Pflegewüste. Hilfe kommt aus der Natur: Die Wüstenlilie, auch als Aloe Vera bekannt, stillt den Durst der Haut.

Die Pflanze ist keine "Wundermedizin", die Pflegewirkung der Aloe Vera (lat. Aloe Barbadensis Miller) war aber schon den alten Ägyptern, Griechen und Chinesen bekannt. Die Quellen gehen bis ins 4. Jahrtausend v.Chr. zurück. Nofretete und Cleopatra soll das Liliengewächs, das wie ein Kaktus aussieht und dem Knoblauch verwandt ist, als "Pflanze der Schönheit" geläufig gewesen sein. Alexander der Große führte den Geschichtsbüchern zufolge auf seinen Feldzügen eine Wagenladung Aloe Vera mit, um die Verletzungen seiner Krieger zu kurieren, weiß die Wiener Dermatologin Hajnal Kiprov zu berichten.

Die seit Jahrtausenden bekannte Heilpflanze neu entdeckt: Neben vielen Kosmetikprodukten für die Feuchtigkeitsversorgung für Gesicht und Körper sowie "Erste Hilfe"-Lotionen gegen Sonnenbrand und Insektenstiche findet man Aloe Vera auch schon in Jogurts und neuerdings in "Wellness-Wäsche" (von Triumph International). Die Slips, Shirts und BHs der Lotion-Serie sollen beim Tragen die feuchtigkeitsspendenden Wirkstoffe an die Haut abgeben, mindestens 20 Wäschen lang.

Aloe Barbadensis Miller ist eine von mehr als 350 Aloe Vera-Arten. Die "stille Heilerin" enthält u.a. Polysaccharide, die Vitamine A, B1, B2, B3, B6, B9, B12, C, E und Folsäure, 13 Mineralstoffe und 15 Enzyme sowie nicht zuletzt 20 der 22 für die Proteinproduktion notwendigen Aminosäuren und essenzielle Fettsäuren.

95 Prozent des in Mittel- und Südamerika, wo Aloe Vera als Nutzpflanze angebaut wird, geernteten Gels werden zur Kosmetikherstellung oder für Heilanwendungen verbraucht. Das Wasser speichernde Gel des Blattinneren wirkt auf der Haut stark feuchtigkeitsspendend, entzündungshemmend und antibakteriell. Dem bitteren Saft der Blattaußenhaut mit dem Stoff Aloin werden, innerlich angewendet, positive Einflüsse auf das Verdauungssystem zugeschrieben.

40 Prozent der Europäerinnen haben trockene oder normale Haut mit Tendenz zu Trockenheit. "Spannt" es, ist das ein Alarmzeichen. Normale Haut hat einen Wasseranteil von rund 20 Prozent. Bei trockener Haut sind es durchschnittlich nur zehn Prozent. Besonders groß ist der Bedarf an entsprechender Pflege, wenn sie wie jetzt durch Hitze und viel Sonne stark beansprucht wird.



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