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Reisebüros


Das Reisebüro als klassisches Dienstleistungsunternehmen, tritt vorwiegend als Reisevermittler zwischen einen oder mehreren verschiedenen Leistungsträgern und dem Endverbraucher auf. Als Leistungsträger können dabei Reiseveranstalter für durchgängig organisierte Pauschalreisen auftreten oder auch Anbieter einzelner, touristischer oder reisebezogenen Leistungen, wie etwa Verkehrsunternehmen (Bahn, Fähr- oder Flugtickets), Anbieter von Zu- und Eintrittskarten oder auch Versicherungsunternehmen (Reisegepäckversicherung, Reisekrankenversicherung) sein.

Kann ich ein Reisebüro gründen?
Die Gründung und die Eröffnung eines Reisebüros erfordert keine spezielle Qualifikation. Mit der Anmeldung des Gewerbes wird auch die Berechtigung erteilt, ein Reisebüro zu führen. Für „Reiseveranstalter“ sind aber andere Voraussetzungen notwendig. Wenn ein Reisebüro auch Reisen veranstalten möchte, muß es zusätzliche Voraussetzungen erfüllen, etwa den Nachweis einer Insolvenzversicherung.

Gibt es einen Lehrberuf „Reisebüro“ oder so?
Reisebüro kann man natürlich nicht lernen. Der Lehrberuf in diesem Fall heißt Reiseverkehrskauffrau oder Reiseverkehrskaufmann und oder Reiseverkehrsassistent(in). In stetig zunehmenden Maß arbeiten erfolgreich Fachhochschulabsolventen bei größeren und großen Reisebüros.

Von was leben die Reisebüros?
Für die Vermittlung und den Abschluß von Aufträgen erhalten Reisebüros je nach Status Provision von den Leistungsträgern, die meist zwischen 6 und 12 Prozent des Reise-Bruttopreises liegen und nur in Ausnahmefällen davon etwas höher liegen. Dabei werden größere Umsatzvolumen am Ende des Abrechnungszeitraumes durch so genannte Overridings in Form eines erhöhten Provisionssatz zusätzlich abgegolten.
In letzter Zeit hat sich auch eine spezielle Entwicklung angebahnt, die Umsatzrückgänge in einem Jahr mit Provisionsrückzahlungen und -kürzungen im folgenden Jahr nach sich ziehen, das so genannte Malus-System.
Diese Einrichtung bringt jedoch auch dem Konsumenten eine Reihe von Nachteilen. Das Reisebüro als Reisevermittler ist durch das Malus-System gezwungen, die Produkte eines oder weniger (Haupt)Reiseveranstalter verstärkt anzubieten, um die strengen Umsatz- und Provisionsvorgaben zu erfüllen. Dadurch tritt aber die Objektivität in der Beratung oft und stark in den Hintergrund.

Wie ist die wirtschaftliche Entwicklung der Reisebüros generell?
Seit etwa 1960 ist der Umsatz jährlich gewachsen. Dadurch konnten Reisebüros, sowie die Tourismusbranche überhaupt, bis zu den Terroranschlägen in den USA im September 2001, gewinnbringend wirtschaften. Seit diesem Zeitpunkt durchlebt die Branche einen weitgehenden Wandel mit teils dramatischen Umsatzrückgängen, wie auch Einbußen und völligem Wegfall von Einkünften, wie etwa den Provisionen bei Flugtickets.
Diese Entwicklung wird durch noch weitere Faktoren verschärft. So beeinflussen auch die Zunahme der Arbeitslosigkeit, die Konsumzurückhaltung, Verunsicherung und die Zukunftsangst, das rasante Wachstum der Kommunikationsmöglichkeiten wie Internet, Fax, Telefonie, die starken Änderungen im Kaufverhalten und das Abnehmen der Treue zum Stammreisebüro die wirtschaftliche Entwicklung der Reisebüros.

Bringt das gravierende Veränderungen?
Veranstalter und Fluggesellschaften suchen nach neuen und kostengünstigeren Vertriebswegen wie Internetauftritte (die Kunden können direkt bei den Leistungsträgern buchen), spezielle Reisekanäle im Fernsehen, Callcenter und neue Absatzwege von Reisen über Supermärkte. Damit geht das typische Reiseveranstaltergeschäft zunehmend am Reisebüro vorbei. Die zunehmende Reiseerfahrung von Kunden und der kleiner werdende Informationsvorsprung der Reisebüros gefährden die Existenz vieler Reisebüros zusehends. Nunmehr können sich interessierte Kunden selbst und auch außerhalb von Geschäftszeiten per Internet detailliert über Hotels, Sehenswürdigkeiten und Transportmöglichkeiten auf der ganzen Welt informieren, was ehemals die klassische Aufgabe des Reisebüros war.

Ist denn das Fluggeschäft kein „Geschäft“ mehr?
Im Jahre 2003 beendete die deutsche Airline Lufthansa als erster bedeutender Partner im Tourismus mit Reisebüros die traditionelle Vermittlerrolle. Somit waren die Reisebüros gezwungen, Flugtickets bei der Fluggesellschaft zum Netto-Tarif einzukaufen, was bedeutete, daß keine Provision mehr von der Lufthansa zustand und mit einem Aufschlag, dem Serviceentgelt, der Bearbeitungsgebühr und der Buchungsgebühr dem Kunden weiter zu verkaufen. Dieser Aufschlag wurde notwendig, damit das Reisebüro seine eigenen Kosten, wie etwa Telefonkosten und Mieten, weiterhin decken und damit sein Weiterbestehen in der Wirtschaft sichern zu können. Es ist auch eine Tatsache, daß einige Fluggesellschaften ihre Tickets im Direktverkauf teils preiswerter anbieten, als dies in einem Reisebüro möglich ist.

Die „neuen“ Medien im Bereich des Reisebüros:
Onlinereisebüros verzeichneten in den letzten Jahren starke Umsatzzuwächse. Sie bieten dem User die Möglichkeit, sich selbst einen entsprechenden Marktüberblick zu verschaffen und eine Reise auch außerhalb von Geschäftszeiten, am Feierabend oder am Wochenende zusammenzustellen und per Mausklick zu buchen. Etliche Onlinereisebüros bieten auf Ihren Internetseiten außerdem umfangreiche Informationsangebote, wie etwa Hotelbewertungen oder auch Ausflugstips. Durch die vielfältigen Informations- und Serviceangebote der Online-Reisebüros rechnen Experten mit einer Veränderung der Vertriebswege, insbesondere zu Lasten der klassischen Reisebüros. Andererseits aber kann die Beraterfunktion in kleineren Reisebüros nicht hoch genug geschätzt werden.
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