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Handel- und Einzelhandel


Unter dem Begriff Handel wird das Anbieten von Waren gegen Zahlungsmittel, wie Geld oder andere Waren, beim Tauschhandel verstanden.


Was ist der Handel?
Der Handel beschränkt sich im Regelfall auf Ankauf, Transport oder den Verkauf von Gütern, Waren, Kapital oder auch Wissen, ohne daß diese grundlegend verändert oder weiterverarbeitet werden. Gehandelt werden oftmals knappe Güter. Diese Knappheit kann wird damit erklärt, daß ein natürlicher Rohstoff nur in bestimmten Regionen vorkommt oder auch damit, daß bestimmte Güter in arbeitsgeteilten Bereichen hergestellt werden.

Wo existiert der Handel?
Handel im eigentlichen Sinn existiert überall dort, wo Dritte, in dem Fall ein Händler, am Transfer von Waren beteiligt ist und aus jenem Austausch ein Einkommen bezieht. Häufig tritt diese Aktivität in Kombination auch mit produzierenden Tätigkeiten auf. Mit der Unterschiedlichkeit von Gesellschaften kommt es zunehmend zur arbeitsteiligen Spezialisierung auf bestimmte Tätigkeiten und damit verstärkt zur Herauskristallisierung des reinen Händlers im Unterschied zum Produzenten. Zwischen jedem einzelnen am Handel beteiligten Partner besteht eine sogenannte Handelsbeziehung. Es spielt dabei keine wesentliche Rolle, ob es sich dabei um einen regionalem Handel oder einen Fernhandel geht.

Geschichte des Handels:
Bereits die Reisen des Marco Polo im 13. Jahrhundert, bewirkten eine Öffnung des grenzüberschreitenden Handels. Der früheste nachweisbare Handel fand bereits vor über140.000 Jahren statt und ist damit weit älter als das Aufkommen der unterschiedlichen Gesellschaften. In Afrika, dem Ursprungsgebiet des Menschen, lassen sich für diese Zeit Fernhandelsbeziehungen über mehrere hundert Kilometer nachweisen.
Mit der Ausbreitung der Menschen über die Kontinente, dem technischen Fortschritt, damals vorwiegend durch die Entstehung der Landwirtschaft, dem Bevölkerungswachstum sowie dem Entstehen von Ländern und Staaten, bildete sich ein regionaler Handel mit den aufkommenden Städten in ihrer Funktion als Zentren für ihr Umland und es entstanden auch die Fernhandelsbeziehungen. Das stete Entstehen und wieder Verschwinden der Reiche verursachte Schwankungen im langfristigen Trend der regionalen und überregionalen Verflechtung. Es bestanden Jahrhunderte lang sehr intensive Handelsbeziehungen zwischen der edelsteinreichen Induskultur um 2600–1900 v. Chr. und der sumerischen Kultur. Mit dem Zerfall und dem Ende der Induskultur verschwanden sowohl dessen Binnenhandel als auch der Außenhandel.
In Europa ist für die Bronzezeit der Handel zwischen dem Mittelmeerraum und Nordeuropa nachgewiesen. Einer der berühmten Handelswege war die Bernsteinstraße.
In der Antike bildeten sich eine Reihe hoch differenzierte Reiche und Imperien wie etwa Griechenland, Rom im Westen und Han, China im fernen Osten. Unter diesen entwickelte sich ein reger Fernhandel. So wurde in Rom bereits chinesische Seide getragen, ein Beweis für den überkontinentalen Austausch von Waren. Mit der eurasischen Völkerwanderung brach der Fernhandel wieder ganz oder zeitweise zusammen.
Im Hochmittelalter festigten sich die Reiche am Doppelkontinent Europa und Asien und es bildeten sich immer mehr neue Imperien, wie zum Beispiel die riesigen, aber kurzlebigen Mongolenreiche. Der eurasische Fernhandel nahm stetig zu, wurde immer intensiver und systematischer als in der vorhergegangenen Phase.
Der europäische Seehandel wurde zur Zeit des Übergangs vom Mittelalter zur Neuzeit wesentlich von Stadtrepubliken, wie Venedig oder Genua, beherrscht. Besondere Bedeutung erlangten hierbei die aufkommenden Kaufmannsgilden, das sind Zusammenschlüsse von Kaufleuten, wie die „Hanse“.
Die intensive Suche nach besseren und sicheren Seewegen nach Indien und China war eine der wesentlichen Motivationen für die vielen Entdeckungsreisen gegen Ende des Mittelalters und am Anfang der Neuzeit. Christoph Kolumbus war bei seiner legendären Entdeckung Amerikas (1492) fest davon überzeugt, daß er Indien erreicht hatte, was allerdings auch das eigentliche Ziel seiner Reise war.

Der Handel heute:
Der Handel ist eine der wesentlichen, bestimmenden Größen für die Volkswirtschaft. Man differenziert zwischen Binnenhandel, der innerhalb nationaler Grenzen oder einer Staatengruppe abläuft, dem grenzüberschreitenden Außenhandel und dem durchlaufenden Transithandel. Wenn Waren ins Ausland verkauft werden, spricht man von Export, umgekehrt von Import. Ist der Export eines Landes größer als der Import, so bezeichnet man das als Außenhandelsüberschuß. Exporte haben den wesentlichen Vorteil, daß Geld ins Land fließt, aber wiederum den Nachteil, daß man vom guten wirtschaftlichen Zustand der Länder abhängig wird, in die man exportiert. Leicht kann dadurch eine Wirtschaftskrise in einem Land auf ein anderes Land übergreifen.
Überwiegt jedoch der Import eines Landes gegenüber dem Export, so heißt das Außenhandelsdefizit. Importe haben den Vorteil, daß man zu Waren kommt, die im eigenen Land nicht vorhanden sind. Vorwiegend sind das Rohstoffe oder die berühmten Südfrüchte wie Orangen, Bananen oder Ananas. Das hat aber den Nachteil zufolge, daß man sich dadurch aber von anderen Ländern wegen der Lieferungen abhängig macht. Ein markantes Beispiel dafür war die Ölkrise in den 70er-Jahren, als die Fördermengen von Erdöl drastisch reduziert wurden und damit eine weltweite Energiekrise auslöst wurde.

Die Ethik im Handel:
Wie so oft spielt auch beim Handel der ethische Aspekt eine nicht unwesentliche Rolle. Werden Produkte unter ökologischen Gesichtspunkten gefertigt? Haben die Produzenten auch angemessene Preise für ihre Waren oder Dienstleistungen erhalten? Oder wurde das Handelsprodukt gar durch (billigste) Kinderarbeit hergestellt?
Der faire Handel (Fair-Trade) ist das klassische Modell des sozial-ökologisch verträglichen Handels, bei dem sämtliche Handelsschritte von der Produktion bis zum Verbraucher unter strengen, ethischen Gesichtspunkten „fair“ betrachtet werden.
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