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Fotografie


Als Fotografie bezeichnete man bis ins späte 20. Jahrhundert Bilder, welche durch Licht auf einer chemisch behandelten Oberfläche entstehen. Die Fotografie ist ein interessantes Medium, das in verschiedensten Zusammenhängen eingesetzt wird. Fotografische Abbildungen können Produkte mit künstlerischem oder kommerziellem Charakter sein. Fotografie kann unter künstlerischen, technischen, ökonomischen oder gesellschaftlich-sozialen Aspekten betrachtet werden. Auch werden Fotografien im Journalismus (Zeitungen) und in der Medizin (Röntgenbild) verwendet.
Der Überlieferung zufolge gibt es einen Ausspruch eines Philosophen aus dem Jahr 1856: "Die Photographie ist eine wunderbare Entdeckung, eine Wissenschaft, welche die größten Geister angezogen, eine Kunst, welche die klügsten Denker angeregt hat – und doch von jedem Dummkopf betrieben werden kann".

Wie entstand die Fotografie?
Die Fotografie ist mitunter ein Ergebnis der Forschung und Lehre in der Kunstgeschichte und der noch relativ jungen Bildwissenschaft. Der Kunstcharakter der Fotografie war lange Zeit nicht unumstritten, wird jedoch zunehmend anerkannt. Manche Forschungsrichtungen ordnen die Fotografie der Medien- oder Kommunikationswissenschaft zu, aber auch diese Zuordnung ist umstritten.
Mit der Digitalfotografie und anderen fotografieähnlichen Bilderzeugungsmöglichkeiten, wie Bildbearbeitungsprogramme am PC, ist eine neue Definitionsdiskussion entbrannt, die sicherlich genauso auf Gegenfronten stößt, wie es in diesem Bereich der Fotografie im Besonderen ist, schon immer war.

Kann ich fotografieren beruflich lernen?
Fotografie kann als eigener Ausbildungsberuf Fotograf, oder aber auch an bestimmten Kunstakademien und Fachhochschulen und autodidaktisch (Fotodesigner) erlernt werden. Die klassische Ausbildung zum Fotografen erfolgt im dualen Ausbildungssystem in Form einer Lehre und dauert 3 Jahre und wird mit der Gesellenprüfung abgeschlossen. Danach kann man zur Meisterprüfung antreten, der gewerberechtlichen Voraussetzung für die selbständige, gewerbliche Tätigkeit als Fotograf.

Darf ich jedes Bild uneingeschränkt verwenden?
Die Fotografie unterliegt streng einem komplexen und vielschichtigen Fotorecht. Für die Nutzung vorhandener Fotodokumente sind die Bildrechte, die nach dem Urheberrechtsgesetz geregelt und vollzogen werden, zu beachten. Dies gilt auch ganz besonders für die "neuen Medien", wie Internet, elektronische Bildverarbeitung (EBV) und den Mail-Verkehr. In jedem Fall ist ein Foto, in welcher Form auch immer, alleiniges geistiges Eigentum des Erstellers, dem Urheber, der die Rechte auf seine Bilder vergeben, also verkaufen, kann. Mit dem Verkauf wechseln die Rechte auf den Käufer und Erwerber des Urheberrechtes.

Wie entsteht eine Fotografie?
Für die fotografische Aufnahme ist ein Fotoapparat, auch Fotokamera genannt, notwendig. Durch gezielte Manipulation des optischen Systems, wie etwa die Einstellung und gegebenenfalls die Kombination von Blende, die Scharfstellung, eventuell Farbfilterung, die Wahl der Belichtungszeit, der Objektivbrennweite, der Beleuchtung und nicht zuletzt des Aufnahmematerials (Filmart) stehen dem Fotografen unzählige Gestaltungsmöglichkeiten offen. Als die vielseitigste und meistverbreitetste Fotoapparatform hat sich, sowohl im Analog- als auch neuerdings im Digitalbereich, die Spiegelreflexkamera durchgesetzt. Allerdings werden für viele Aufgaben weiterhin die verschiedensten Spezialkameras (Sofortbildkamera, Unterwasserkamera, Infrarot-Wärmebildkamera, Luftbildkamera...) benötigt und eingesetzt.

Wie funktioniert eine Spiegelreflexkamera?
Prinzipiell wird durch ein optisches System, dem Objektiv, fotografiert. Dieses projiziert das vom zu fotografierenden Objekt ausgesendete oder reflektierte Licht auf ein lichtempfindliches Medium, die lichtempfindliche Schicht eines Films und fixiert dieses als latentes Abbild darauf. Eine Kompakt-Kamera funktioniert prinzipiell in gleicher Art und Weise, nur daß die Betrachtung des zu fotografierenden Objekts nicht durch die Optik, dem Objektiv, geschieht, sondern durch den Sucher, was zu einer geringen optischen Differenz führen kann. Zudem sind die Objektive einer Spiegelreflexkamera im Regelfall leicht austausch- und wechselbar (Teleobjektiv, Weitwinkel...).

Die Stereoskopie, die dreidimensionale Fotografie:
Einen ganz besonderen Effekt erzielte die Beherrschung der Stereoskopie. Tiefeneindrücke und räumliche Vorstellung sind auf fototechnischer Basis möglich. Mit besonderen Aufnahmetechniken konnte dieser Eindruck erzielt werden. Die Betrachtung der 3-D-Bilder stieß jedoch auf Hindernisse und Schwierigkeiten, die das massive Durchsetzen dieser interessanten Fotografier-Art verhinderte.

Da gab' es einst doch den sogenannten "Film" - was war denn das?
Bei der herkömmlichen Fotografie, auch Analogfotografie genannt, ist eine lichtempfindliche Schicht (Emulsion, ganz früher eine Silberbasis) auf der Bildebene aufgebracht. Sie besteht aus einem feinen, eingetrockneten Gel, in dem gleichmäßig kleine Körnchen eines Silberhalogenids (Silberbromid) eingebracht sind. Je kleiner diese Körnchen sind, um so weniger lichtempfindlich ist die Schicht, aber desto besser ist allerdings die Auflösung („Korn“). Die Lichtempfindlichkeit wird durch ASA/ISO Bezeichnungen geregelt, seltener auch durch DIN. Dieser unterschiedlich lichtempfindlichen Schicht wird durch einen Träger die Stabilität verliehen. Trägermaterialien sind Zelluloseacetat, Zellulosenitrat, besser bekannt unter Zelluloid, Kunststoff-Folien, Metall- oder auch Glasplatten. In der heute schon fast üblichen Digitalfotografie besteht das Äquivalent der lichtempfindlichen Schicht aus Chips wie CCD- oder CMOS-Sensoren.
Durch das Ausarbeiten, dem Entwickeln des Films, wird auf chemischem Wege das latente Bild sichtbar gemacht. Beim darauf folgenden Fixierungsvorgang werden die nicht belichteten Silberhalogenid-Körnchen wasserlöslich gemacht und mit reinem Wasser herausgewaschen, so daß ein Bild danach auch bei Tageslicht betrachtet werden kann, ohne daß es nachdunkelt.
In dessen Gegensatz muß ein digitales Bild nicht mehr entwickelt werden. Es wird mit dem Fotografieren und dem Auslösen einfach elektronisch gespeichert und kann anschließend sofort mit der elektronischen Bildbearbeitung am Computer bearbeitet und bei Bedarf auf Fotopapier ausbelichtet oder mit einem Tintenstrahldrucker ausgedruckt werden.
Ein weiteres, älteres Foto-Verfahren ist das sogenannte Staubverfahren, mit dem sich Bilder auf Glas und Porzellan durch einbrennen herstellen lassen.

Seit wann gibt es die Digital-Fotografie?
Die erste digitale Kamera, die CCD (Charge-coupled Device) Still-Video-Kamera, wurde 1970 von Bell konstruiert und 1972 meldete Texas Instruments das erste Patent auf eine filmlose Kamera an, welche einen Fernsehbildschirm als Sucher verwendet. Fairchild Imaging produzierte 1973 das erste kommerzielle CCD mit einer Auflösung von 100 x 100 Pixel. Dieses CCD wurde von Steven Sasson entwickelt und zwei Jahre später in der ersten funktionstüchtigen digitalen Kamera von Kodak benutzt. Diese Kamera wog 3,6 Kilogramm, war größer als ein üblicher Toaster und benötigte 23 Sekunden, um ein Schwarz-Weiß-Bild mit einer Auflösung von 100x100 Pixel auf eine digitale Magnetbandkassette zu übertragen. Um das Bild auf einem Bildschirm sichtbar zu machen, brauchte es weitere 23 Sekunden.
1986 stellte Canon mit der RC-701 die erste kommerziell verwendbare Still-Video-Kamera mit magnetischer Aufzeichnung der Bilddaten vor, Minolta präsentierte den Still-Video-Back SVB-90, ausgerichtet auf die Minolta 9000. Durch den Austausch der Rückwand der analogen Kleinbild-Spiegelreflexkamera wurde aus der Minolta 9000 eine digitale Spiegelreflexkamera. Gespeichert wurden die Bilddaten auf 2-Zoll-Disketten.
Bereits 1987 folgten weitere Modelle der RC-Serie von Canon wie auch digitale Kameras von Fujifilm mit der ES-1, von Konica die KC-400 und von Sony die MVC-A7AF. Erst 1988 folgte Nikon mit der QV-1000C, 1990 und 1991 Kodak mit dem DCS-System, (Digital-Camera-System) sowie Rollei mit dem Digital-Scan-Pack. Anfang 1990 wurde die Digitalfotografie im kommerziellen Bildproduktionsbereich eingeführt. Die Technik der digitalen Fotografie revolutionierte natürlich auch die vielfältigen Möglichkeiten der digitalen Kunst, insbesondere durch die Technik der Bildbearbeitung und der damit leicht gemachten Fotomanipulation.

Hat die digitale die analoge Fotografie abgelöst?
Ja, es scheint so. Seit der Photokina 2006 scheint das Analogkamera-Zeitalter endgültig vorbei zu sein.
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