Ihr Betrieb ist noch nicht dabei? Jetzt anmelden...

Firmensuche

Finden Sie schneller neue Geschäftspartner! Suchen Sie hier nach Firmenname, Branche oder einer Region.
Branche
Bundesland
PLZ / Ort
0 passende Angebote

Profis lassen sich ganz
einfach finden...

Erfolgreich mit geomix.at

Druckerei und Werbung


Eine Druckerei ist die klassische Arbeitsstätte eines Druckers, also eine Firma zur Herstellung von Druckerzeugnissen. In einer Druckerei, eng verbunden mit Werbung, werden gewerbsmäßig Druckbogen für verschiedene Printmedien hergestellt, wie etwa Zeitungen oder Bücher, die in der Weiterverarbeitung zu Endprodukten verarbeitet werden.

Gibt es verschiedene Druckverfahren?
Es können unterschiedlichste Druckverfahren angewandt werden. Die bekanntesten sind der Hochdruck (Buchdruck), Offsetdruck, Tiefdruck und der Siebdruck. Der Hoch- oder Buchdruck basiert auf der Erfindung von Johannes Gutenberg um 1482 und erlebt seit etwa 1970 einen steten Abstieg und wird heute kaum mehr verwendet.
Amtliche Dokumente wie Personalausweise, Reisepässe und Geldnoten werden von spezialisierten Druckereien hergestellt, diese müssen verschiedene Sicherheitsbestimmungen erfüllen.

Druck oder Reproduktionstechnik: 
Unter dem Begriff Druck werden alle Reproduktionsverfahren zur Vervielfältigung von Druckvorlagen zusammengefaßt. Drucken heißt die Wiedergabe ein textlicher oder bildlicher Darstellungen in beliebiger Anzahl durch Übertragung mittels Druckfarben oder färbenden Substanzen auf einen Bedruckstoff mittels einer Druckform. Ein Druckträger ist alles, was bedruckt wird. Papier, Folien, Textilien, Blech oder Pappe zählen zu den bekanntesten Druckträgern auch Bedruckstoff genannt.
Je nach Druckverfahren werden seitenrichtige oder seitenverkehrte Druckvorlagen benutzt. Diese werden, einfach ausgedrückt, mit Druckfarbe überzogen und auf einen Bedruckstoff gepreßt. Dabei überträgt sich die Farbe von der Druckvorlage auf den jeweiligen Bedruckstoff. Die Druckvorlage wird dabei mehrfach verwendet. Es gibt vier generelle Arbeitsschritte in einem Druckvorgang. Zuerst wird der Bedruckstoff angelegt und zugeführt. Darauf wird die Druckform mit Druckfarbe eingefärbt. Es folgt daraufhin der eigentliche Druckvorgang. Schließlich wird der Bedruckstoff ausgelegt und der Weiterverarbeitung überführt.

Die verschiedenen Druckprinzipien:
Man unterscheidet zwischen drei Druckprinzipien: Fläche gegen Fläche, Zylinder gegen Fläche und Zylinder gegen Zylinder. Als Maschinenbeispiel nach dem Prinzip Fläche gegen Fläche sind der Heidelberger Tiegel im Buchdruck oder die Flachbett-Maschine im Siebdruck.
Weiters unterscheidet man nach Druckverfahren: Der Hochdruck oder Buchdruck, bei dem die zu druckenden Stellen der Druckform höher stehen als Nichtdruckstellen. Auch im Flexodruck wird dieses Prinzip noch heute angewandt. Im Flachdruck oder auch der Lithographie liegen die Bildstellen und Nichtbildstellen einer Druckform auf einer Ebene, wie zum Beispiel beim Offsetdruck. Im Tiefdruck liegen die Bildstellen der Druckform tiefer als Nichtbildstellen.

Was ist der Siebdruck?
Ein universelles Schablonendruck- oder Durchdruckverfahren ist der Siebdruck. Das Drucksieb wird meist fotochemisch aus einem fein beschichteten Siebgewebe gefertigt. Der Siebdruck wird sehr vielseitig eingesetzt, um verschiedenste Objekte vielerlei Formate zu bedrucken wie zum Beispiel Tassen oder Textilien. Beim Siebdruck wird das Drucksieb in einen bestimmten Rahmen gespannt. Der zu bedruckende Werkstoff wird unter das Sieb gelegt und die Farbe auf das Sieb gegossen. Das Sieb wird anschließend auf den Bedruckstoff gelegt und anschließend wird die Farbe mittels Rakel über das Sieb gezogen. Das Sieb wird gelöst und der Druck ist damit fertig.

Ist Druck nicht gleich Druck?
Als weiteres, vielfach verwendetes Druckverfahren sei der Tampondruck oder indirekter Tiefdruck genannt, ein Kombination aus Tiefdruck und Flachdruck. Die Vorlage wird mit Hilfe eines Tampons, das aus porösem Silikonkautschuk besteht, von einer Fläche, der Tiefdruckform auf eine andere übertragen und kann damit auch in die Vertiefung eines verformten Bedruckstoffes gelangen. Darum wird der Tampondruck besonders in der Werbegeschenk-Produktion sowie in der Verpackungsherstellung angewandt, ebenso bei der Bedruckung und der Beschriftung elektronischer Bauelemente oder beispielsweise auch der Modelleisenbahn.

Ein Zeitraffer durch die Geschichte:
Frottage stellt allgemein das älteste Druckverfahren dar. Als Druckstock diente bei diesem Verfahren eine mit Text gravierte Marmor-, Granit- oder Kalksteinplatte. Über diese Steindruckplatte wurde ein feuchtes Papier gelegt, das mit Lappen in die Vertiefungen der gravierten Texte gepreßt wurde. Danach wurde das Papier mit Tusche eingestrichen, wobei die Vertiefungen weiß und damit lesbar blieben. Auf diese Weise wurden bereits die Schriften des Konfuzius etwa 500 Jahre vor Christus drucktechnisch vervielfältigt. Heute noch vergleichbar mit dem Prinzip, eine Münze mit Papier abzudecken und mittels Bleistift-Reibung das Abbild der Münze auf das Papier zu erhalten. Ein neueres Druckverfahren ist der Thermodruck, bei dem ein temperaturempfindliches Spezialpapier Verwendung findet, welches sich bei Erhitzung schwärzt und heute häufig in Registrierkassen und anfänglich auch in Faxgeräten eingesetzt wurde.

Thermodruck oder Thermotransferdruck?
Der Thermoretransferdruck ist eine Weiterentwicklung des Thermodrucks und wird vor allem im Bereich der CD und DVD-Bedruckung verwendet. Durch die Erwärmung des Druckkopfes wird die Farbe von einer farbtragenden Polyesterfolie abgelöst und auf ein spezielles Übertragungsband, dem Retransferband übertragen. Von diesem wird eine Folie auf das zu bedruckende Medium regelrecht aufgeschmolzen. Durch diese Zwischenübertragung ist eine hohe Auflösung möglich und der Druck kann auch vollflächig erfolgen. Es können auch kleine Stückzahlen in bester Qualität bedruckt werden. Der verwandte Thermosublimationsdruck hat seine Wurzeln wiederum beim Thermotransferdruck. Der Unterschied ist, daß hier die Farbe von der Trägerfolie auf das Papier durch Sublimation übertragen wird. Da die Farbe gasförmig ist, lassen sich Tonwertabstufungen ohne der sonst notwendigen Druck-Rasterung erzeugen. Aber es sind die Verbrauchskosten der Transferfolien sehr hoch, so daß sich dieses Verfahren auf dem Markt kaum halten konnten. In jüngster Zeit findet sich dieses Druckverfahren wieder bei kleinformatigen Fotodruckern als Zubehör für Digitalkameras.

Die aktuellen Anteile der Druckverfahren:
Der Anteil der einzelnen Druckverfahren zum Gesamtumsatz in der Druckindustrie im EU-Raum setzt sich derzeit etwa wie folgt zusammen: Hochdruck 4%, Siebdruck 6%, Digitaldruck 8%, Tiefdruck 12% und Flachdruck 70%.
Mister Wong Digg Delicious Facebook Twitter
Seite bookmarken auf:
DruckversionJetzt teilen!
zur MerklisteWeiterempfehlen
Empfehlen Sie uns weiter
Empfänger (E-Mail)
Ihr Name
share it on
Share Share Share
watch more on YouTube
join us on Facebook
follow us on Twitter