Das Höllengebirge ist ganz sicher schöner, als der schaurige Name vermuten läßt. Der Gebirgszug erstreckt sich im Salzkammergut als steiles, kahles Kalkmassiv über eine Strecke von mehr als 15
Kilometern zwischen Attersee und dem Traunsee.
Der höchste Punkt des Höllengebirges ist der Große Höllkogel mit einer Höhe von 1.862 Metern. Der Name stammt nicht etwa von "Hölle" ab, wie die Schreibweise vermuten läßt, sondern von den in
diesem Kalkmassiv zu Hauff vorkommenden Höhlen. Wohl aber erzählt eine Legende davon, daß einst der Teufel selbst eine äußerst bösartige
Das Höllengebirge ist ganz sicher schöner, als der schaurige Name vermuten läßt. Der Gebirgszug erstreckt sich im Salzkammergut als steiles, kahles Kalkmassiv über eine Strecke von mehr als 15 Kilometern zwischen Attersee und dem Traunsee.
Der höchste Punkt des Höllengebirges ist der Große Höllkogel mit einer Höhe von 1.862 Metern. Der Name stammt nicht etwa von "Hölle" ab, wie die Schreibweise vermuten läßt, sondern von den in diesem Kalkmassiv zu Hauff vorkommenden Höhlen. Wohl aber erzählt eine Legende davon, daß einst der Teufel selbst eine äußerst bösartige Pfarrersköchen aus Steinbach am Attersee zu sich holen wollte und mit ihr, auf dem Weg zur Hölle, über das weite Gebirge gesprungen sein soll. War es die Wehrhaftigkeit oder das Körpergewicht der Pfarrersköchen - die Geschichte sagt da nichts näheres aus - jedenfalls entglitt die Gute dem glücklosen Teufel und fuhr gradewegs durch den Fels mitten in das Gebirge. Bis heute ist die Köchin nicht mehr aufgetaucht.
Der Gebirgszug Höllengebirge erstreckt sich zwischen in West-Ost-Richtung vom Attersee in der Gegend Steinbach gewaltig aufsteigend bis in den Raum Ebensee am Traunsee, wo der Gebirgsstock mit dem Feuerkogel steil abfällt. Dazwischen eine Vielzahl von Gipfeln und Karen mit etlichen Wanderrouten in der Dauer von 30 Minuten bis zu 8 Stunden und mehr.
Das Höllengebirge ist bei Sommerbesuchern gleichsam beliebt wie bei den Wintertouristen. Bereits ab Mai beginnt im Höllengebirge die Wandersaison, die ersten wärmenden Sonnenstrahlen lassen sich in den von Felsen geschützten Nischen am besten genießen und auch die Frühlingsboten wie Schneerosen können hier ausreichend bei ihrem Wuchs beobachtet werden. Oberösterreich ist erwähnenswerter Vorreiter in punkto Naturschutz, was aber auch im Klartext heißt, daß die Vegetation als wichtiger Bestandteil des Ökosystems in erster Linie zum Betrachten vorgesehen ist und keineswegs als Mitbringsel gepflückt oder gar ausgegraben werden darf. Kontrollen sind immer zu erwarten und mit den fälligen Bußgeldern könnte man oftmals hierher wiederkommen. Also lassen wir die Natur als solche hier sprießen und gedeihen und beschränken wir uns auf die Beobachtung dieser.
Als geeignete Aufstiegshilfe bietet sich die Seilbahn von Ebensee auf den Feuerkogel an, die im Halbstundentakt als Pendel-Gondelbahn verkehrt und bereits bei der Auffahrt den Eindruck dieses gewaltigen Bergmassivs vermittelt. Nach knapp 10 Minuten Fahrzeit oben angelangt, tun sich eine Menge Möglichkeiten auf, einen schönen Tag am Höllengebirge zu verbringen. Teils asphaltierte Wege lassen Spazier-Wanderungen gar mit Kinderwagen oder Rollstuhl zu, die Markierungen sind gut und sichtbar angebracht, wegen der regen Bautätigkeit an den Skipisten allerdings teilweise veraltet oder können einfach in einem ausgedehnten Latschenfeld enden. Der geübte Wanderer ist flexibel und findet seinen Weg.
Der Sommer läßt am Höllengebirge weitere Routen zu und so mancher Wanderer wagt sich an die Überquerung des Gebirgszuges heran, für die man allerdings schon an die 10 - 12 Stunden einkalkulieren sollte, besser noch mit einer Nächtigung unterwegs. Die Vegetation wird üppiger, Almrausch und eine ganze Reihe von Enzian - Arten und die offenbar allgegenwärtigen Latschen säumen den Weg durch das gesamte Höllengebirge. Wenn auch der Aufstieg mit der Seilbahn verlockend ist, sollte man wirklich den Berg nur mit gutem Schuhwerk betreten, denn auch die anfangs schönen und großteils asphaltierten Wege enden einmal und das Gestein am Höllengebirge ist nicht zu unterschätzen.
Der Herbst eröffnet dem Genießer Perspektiven, wie sie sich sonst kaum wo im Salzkammergut auftun. Mehr als1000 Meter über dem Traunsee und der Talsohle lassen bei klarer Herbstluft den Blick auf weit über 100 Kilometer freiwerden, die Mühlviertler Almen im Norden, die Berge im Nationalpark Kalkalpen im Osten, das Dachsteingebiet im Süden und die schroffen Gipfel im Tennengebirge lassen sich in westlicher Richtung gut und mit freiem Auge ausnehmen. Der Traunstein ist zum Greifen nah und tief drunten unter dem Aberfeldkogel liegt der Vordere Langbathsee.
Die rege Bautätigkeit im Bereich Feuerkogel läßt im Winter die Skifahrerherzen höher schlagen, nichts weist mehr auf aufgebrochene Almböden und unterbrochene Wanderwege hin. Nur mehr tief verschneite Hänge und traumhafte Winterlandschaften zeugen von einem Konzept, das hier am Feuerkogel aufgeht. Dorfromantik kommt auf, wenn man sich in einer der Hütten einmietet, die gleich in der Nähe der Bergstation anzumieten sind. Direkt im Skigebiet Feuerkogel ergeben sich viele Möglichkeiten, von hier aus - nicht nur im Winter - Aktivitäten zu unternehmen, denn auch die Gastronomie bietet hier am Feuerkogel einiges, zu moderaten Preisen (bin heute noch begeistert von der frischen Buttermilch...).
Radfahrer sind hier ebenso zu finden wie Paragleiter oder Drachenflieger, für alle wurden geeignete Einrichtungen geschaffen.